Zwiebeln sind eine kraftvolle Zutat, die oft verwendet wird, um einem Gericht entweder eine aggressive Schärfe oder ein tiefes, ausgeprägtes Umami zu verleihen. Eine gebackene Zwiebel tut jedoch weder das eine noch das andere und ist dennoch eine meiner Lieblingszwiebeln. In Butter gebackene Zwiebeln sind weich und süß, mit einem brühenartigen Geschmack, der fast wie französische Zwiebelsuppe klingt. Es ist eine heimelige, wohltuende Beilage und erfordert nur drei Zutaten.
Traditionell werden für diese Zubereitung Vidalia-Zwiebeln bevorzugt, aber auch jede milde oder süße Zwiebel reicht aus. Der geschälte, leicht entkernte Allium wird mit Butter und Ihrer Lieblingsbouillon gefüllt und dann gebacken, bis er weich zerfällt. Es gibt kein Verkohlen, kein Karamellisieren – nur ein bescheidener, umerzogener Allium, schonend in der mildesten zusammengesetzten Butter gegart. Um es zu machen, benötigen Sie:
Schneiden Sie das Wurzelende der Zwiebel ab, sodass sie von selbst aufsteht, schälen Sie die Schale ab und entkernen Sie dann mit einem Gemüsemesser ein großes Stück aus der Oberseite der Zwiebel. Sie brauchen gerade genug Platz für etwa anderthalb Esslöffel Zutaten.
Butter und Bouillon zerstampfen und dann in den neuen Behälter stopfen.
Wickeln Sie die Zwiebel in Folie ein und raffen Sie sie oben zusammen, sodass sie wie eine Metallzwiebel aussieht.
Legen Sie das kleine Päckchen für 60–70 Minuten in den auf 350 Grad vorgeheizten Ofen, bis es weich und geschmeidig ist.
Schneiden Sie es hinein und beobachten Sie, wie die zarten Scheiben zu einem Haufen schmelzen.
Gebackene Zwiebeln können als eigenständige Beilage dienen, aber seit kurzem gebe ich sie auch in die Pfannensoße, die ich gerade zum Abendessen mache. Gestern Abend, nachdem ich eine Schweinekotelettpfanne mit etwas fast oxidiertem Wermut abgelöscht hatte, gab ich die Zwiebel (und ihre bouillonartigen Säfte) in die Pfanne – und Leute, diesen Schritt werde ich auf jeden Fall wiederholen.




