Frida Kahlo

Frida Kahlo war eine renommierte mexikanische Künstlerin, die für ihre beeindruckenden Selbstporträts und lebendigen Gemälde bekannt war, die ihre Lebenserfahrungen darstellten, darunter ihre Kämpfe mit körperlichen Schmerzen und ihre turbulente Beziehung zu ihrem Ehemann Diego Rivera. Kahlos künstlerischer Stil, der 1907 in Mexiko-Stadt geboren wurde, wurde von mexikanischen Volkskunst- und Porträtkünstlern beeinflusst und zeichnete sich durch kräftige Farben und oft kleinformatige Leinwände aus. Ihr Werk wurde als surrealistisch eingestuft, obwohl Kahlo behauptete, dass sie eher ihre Realität als ihre Träume malte.


Obwohl Frida Kahlo zu ihren Lebzeiten einige Anerkennung erlangte, erlangten ihre Kunstwerke erst in den späten 1970er Jahren internationale Berühmtheit, als sie von Kunsthistorikern wiederentdeckt wurden. Seitdem ist sie zu einer Ikone geworden, ihre Werke wurden zum nationalen Kulturerbe Mexikos erklärt und ihre Lebensgeschichte wurde im Oscar-nominierten Film „Frida“ verewigt. Kahlos Vermächtnis als wegweisende mexikanische Künstlerin, die ihre persönlichen Probleme und ihre kulturelle Identität furchtlos durch ihre Kunst zum Ausdruck brachte, hat ihren Platz in der Kunstwelt gefestigt und fasziniert weiterhin das Publikum auf der ganzen Welt.

Frida Kahlo



Foto von Frida Kahlo
Frida Kahlo
von Guillermo Kahlo

  • Beruf: Künstler
  • Geboren: 6. Juli 1907 Mexiko-Stadt, Mexiko
  • Gestorben: 13. Juli 1954 Mexiko-Stadt, Mexiko
  • Berühmte Werke: Selbstporträt mit Dornenkette und Kolibri, Die zwei Fridas, Erinnerung, das Herz, Henry Ford Hospital
  • Stil/Zeitraum: Surrealismus
Biografie:

Kindheit und frühes Leben

Frida Kahlo wuchs im Dorf Coyoacan am Stadtrand von Mexiko-Stadt auf. Sie verbrachte einen Großteil ihres Lebens in ihrem Familienhaus namens La Casa Azul (Das Blaue Haus). Heute ist ihr blaues Zuhause in das Frida-Kahlo-Museum umgewandelt. Fridas Mutter Matilde war gebürtige Mexikanerin und ihr Vater Guillermo war ein deutscher Einwanderer. Sie hatte drei Schwestern und zwei Halbschwestern.

Ein Großteil von Fridas Leben war voller Schmerz und Leid. Dieser Schmerz ist oft das zentrale Thema ihrer Bilder. Als Frida sechs Jahre alt war, erkrankte sie an Polio und wurde behindert. Trotz ihrer Behinderung arbeitete Frida hart in der Schule und wurde schließlich in die National Preparatory School aufgenommen. Das war eine große Sache und Frida hoffte, Ärztin zu werden.

Noch während ihrer Schulzeit hatte Frida einen schrecklichen Busunfall. Sie wurde schwer verletzt. Für den Rest ihres Lebens würde Frida unter den Schmerzen ihres Unfalls leiden. Ihr Traum, Ärztin zu werden, ging zu Ende und Frida kehrte von der Schule nach Hause zurück, um sich zu erholen.

Frühe Kunstkarriere

Frida hatte schon in jungen Jahren Freude an der Kunst, hatte aber nur eine sehr geringe formale Kunstausbildung. Ihr Vater war Fotograf und durch ihn lernte sie Licht und Perspektive zu schätzen.

Bis nach dem Busunfall hatte Frida Kunst nie wirklich als Beruf in Betracht gezogen. Während ihrer Genesung wandte sich Frida der Kunst zu, um etwas zu tun. Bald entdeckte sie Kunst als Möglichkeit, ihre Gefühle und ihre Ansichten über die Welt um sie herum auszudrücken.

Die meisten frühen Gemälde von Frida waren Selbstporträts oder Gemälde ihrer Schwestern und Freunde. Einige Jahre nach ihrem Unfall lernte Frida ihren zukünftigen Ehemann, den Künstler Diego Rivera, kennen. Frida und Diego zogen nach Cuernavaca, Mexiko und dann nach San Francisco, Kalifornien. Fridas künstlerischer Stil wurde sowohl von ihrer Beziehung zu Diego als auch von ihrem Leben in dieser neuen Umgebung beeinflusst.

Einflüsse, Stil und gemeinsame Themen

Frida Kahlos Kunst wird oft als surrealistisch beschrieben oder kategorisiert. Der Surrealismus ist eine Kunstrichtung, die versucht, das „Unterbewusstsein“ einzufangen. Frida sagte, dass dies bei ihrer Kunst nicht der Fall sei. Sie sagte, sie male nicht ihre Träume, sondern ihr wahres Leben.

Fridas künstlerischer Stil wurde von mexikanischen Porträtkünstlern und mexikanischer Volkskunst beeinflusst. Sie verwendete kräftige und lebendige Farben und viele ihrer Gemälde waren kleinformatig. Die meisten ihrer Gemälde waren Porträts.

Viele Gemälde von Frida Kahlo zeigen Erlebnisse aus ihrem Leben. Einige äußern den Schmerz, den sie aufgrund ihrer Verletzungen verspürte, sowie ihre schwierige Beziehung zu ihrem Ehemann Diego.


Frida mit ihrem Ehemann Diego Rivera
Foto von Carl Van Vechten
Vermächtnis

Obwohl Frida zu Lebzeiten einige Erfolge als Künstlerin hatte, war sie international nicht berühmt. Erst Ende der 1970er Jahre wurden ihre Kunstwerke von Kunsthistorikern wiederentdeckt. Seitdem ist Frida so berühmt geworden, dass der Begriff „Fridamania“ verwendet wird, um ihre Popularität zu beschreiben.

Interessante Fakten über Frida Kahlo
  • Ihr vollständiger Name ist Magdalena Carmen Frida Kahlo y Calderon.
  • Im Jahr 1984 Mexiko erklärte die Werke von Frida Kahlo zum nationalen Kulturerbe des Landes.
  • Ihr GemäldeDer Rahmenwar das erste Gemälde eines mexikanischen Künstlers, das vom Louvre erworben wurde.
  • Ihre Bilder zeigten oft Aspekte von Aztekische Mythologie und mexikanische Folklore.
  • Der große KinofilmFridaerzählte die Geschichte ihres Lebens und erhielt sechs Oscar-Nominierungen.